Entries by Patrick Georgi

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Jan 27: Freie strdupa Implementierung

Ohne Gewährleistung auf Funktionalität oder irgendwas, aber nachdem mir heute jemand gesagt hat, dass er einfach strdupa mit strdup #defined, dachte ich mir, suche ich lieber mal fix nach einer leak-freien Lösung.

#define strdupa(x) (char*)strcpy((char*)alloca(strlen((const char*)x)+1),(const char*)x)

Es benötigt natürlich die entsprechenden Header, lt. Dragonfly BSD sind das stdlib.h und string.h

Lizenz: ISC/MIT/X11/libpng, Copyright (C) 2009 Patrick Georgi <patrick.georgi@coresystems.de> 

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Dec 25: Immer dieser Kulturkampf..

"Sie dürfen von mir aus gern glauben, woran Sie wollen. Das Problem fängt dort an, wo die Gebote einer Glaubensgemeinschaft der sie umgebenden Gesellschaft aufoktroyiert werden sollen" (Kommentar zum Artikel)

Kommentare dieser Art lese ich oft in der letzten Zeit (in verschiedenem Kontext. Sei es dieser unsägliche bpb-Artikel, samt der viel unsäglicheren Reaktionen, oder anderswo). Klingt auch gut, soweit. Soll halt jeder machen, wie er es für richtig hält. Außer, es wird (meist im Nachhinein) für falsch erachtet. Zum Beispiel der (freundlich ausgedrückt) viel zu leise Protest der Kirchen in Deutschland gegen Hitler in den 1930ern und '40ern. Man habe ja Gebote, warum hat man nicht entsprechend reagiert?

Also, wenn der nächste Hitler vorbeikommt, halte ich mich dann wohl besser an Ratschläge wie den oben - und behalte "meine" Gebote für mich? Falls nein: Wo genau ist die Grenze zu ziehen, zwischen der freien Lebensgestaltung, die ich gefälligst in Ruhe zu lassen habe (beliebige Debatte bitte hier einfügen) und dem Verbrechen, dass es zu bekämpfen gilt (etwa Diktatur mit Krieg und Genozid)?

Bei derart schwerwiegenden Fragen nur noch eins zum Abschluss: Frohes Christfest!

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Dec 8: Perl 6 == Forth?

“The idea with Perl 6 is you start with a standard language and you can mutate it. As long as you follow that refinement process there isn't the problem of ambiguity. There is the problem of multiple dialects, but that will always be a problem.”

(Larry Wall in der Computerworld Australia)

Klingt wie Forth (oder Rebol)...

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Nov 4: Wenn Solaris 10u6 (10/08) nicht booted...

Ich bin gerade dabei, meinen Server neu zu installieren (auf dem unter anderem dieses Blog läuft). Das ganze geschieht auf einer zweiten Festplatte, die dann, sobald alles übertragen ist, die aktuelle Systemfestplatte ersetzt. Die aktuelle Festplatte wird dann die Backup/Mirror-Platte.

Dabei bin ich auf ein Problem gestoßen: Die brandneue Solaris 10u6 DVD booted nicht in meinem Installationssystem. Auf dem Laptop und in Virtual PC komme ich problemlos zum GRUB-Menü, aber auf diesem System bekomme ich lediglich den freundlichen Hinweis, dass das Medium nicht bootfähig sei.

Das Problem gab es schon einige Male mit OpenSolaris, und es liegt daran, dass der Eltorito-Standard, der bootfähige CDs auf x86 beschreibt, unterschiedlich implementiert wird. Wenn der Bootblock eine bestimmte Grenze auf dem Medium überschreitet, kommen manche BIOSse nicht mehr mit - zum Beispiel das in meinem Installationssystem.

Meine Lösung sah wie folgt aus:

  • Alte Solaris DVD booten (im Prinzip tuts jede Boot-CD auf GRUB-Basis, die ihren Bootblock am richtigen Fleck hat)
  • Im GRUB-Menü abbrechen und zur Shell gehen (<Esc>)
  • Solaris 10u6 DVD einlegen
  • configfile (cd)/boot/grub/menu.lst eingeben
  • Booten
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Sep 13: Google hat keinen Überblick über ihre Benutzerdatenbank

Ich habe mal mit Google Tools rumgespielt (zB Analytics, Mail, AdSense und wie sie alle heißen). Irgendwann hab ich damit wieder aufgehört, und auch meinen Account gelöscht. Als Reaktion bekam ich eine Mail, dass es noch eine Weile dauern könnte, bis das überall umgesetzt ist, das Konto war aber bereits gesperrt.

Das hatte Google seinerzeit (vor ca. einem halben Jahr?) nicht daran gehindert, mich fleißig weiter zu iGoogle zu schicken von deren Startseite aus, wobei ich nichts mehr einstellen konnte - das Profil wurde lediglich weiter mit Suchbegriffen betankt.

Gestern bekam ich eine Mail, in der mir, als "Google Analytics-Nutzer" ein 100EUR Startguthaben bei AdWords mittels eines Gutscheincodes angeboten wird. Da dachte ich mir, versuch ich doch nochmal, mich einzuloggen, anscheinend hat die Löschung ja nicht geklappt.

Irgendwann stieß ich auf die Account-Hilfe, insbesondere "Ich bin nicht sicher, ob ich ein Google-Konto habe", von wo ich zur "Passworthilfe" weitergeschickt wurde. Die bestätigt mir, dass die Email-Adresse mit keinem Konto verknüpft ist.

Bin ich jetzt Nutzer? Oder nicht? Ist Google vom Webspammer zum Mailspammer mutiert? Fragen über Fragen.

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Aug 30: Die CDU möchte die SPD regieren

Nach Ansicht von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla liefert sich die SPD damit auf Gedeih und Verderb der Linkspartei aus. «Bundesweit, Ost wie West, brechen bei der SPD die Dämme. Und die SPD-Führung in Berlin schaut zu», sagte Pofalla in Berlin.
(Quelle: Netzeitung)

Hmm.. Seit wann hat ein CDU-Generalsekretär etwas zur SPD zu sagen? Als nächstes wollen die Bayern Berlin vorschreiben, wie man das Land regiert?

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Jul 31: "Prinz Kaspian (Narnia)" Review in der Netzeitung

... oder: Wenn man keine Ahnung hat...

Ein Journallieur der Netzeitung hat sich den Film vorgeknöpft, und dabei unter anderem demonstriert, dass man keine Ahnung von der Buchvorlage braucht, um einen Film aufgrund der mangelnden Nähe zum Buch zu kritisieren. Sicher, die Effekthascherei und endlosen Schlachten machen den Narnia-Film lediglich zu einem Verschnitt der Herr der Ringe-Filme.

Dennoch:

Ein ähnlicher Erfolg wie den bisher fünf Kinoversionen von Harry Potter dürfte dieser Fantasy-Serie kaum vergönnt sein – sogar manche Schauspieler haben jetzt schon genug. «Ich will nicht denselben Charakter sieben Mal spielen», sagte Susan-Darstellerin Anna Popplewell bei der Vorstellung des zweiten Teils.

Das wird ihr auch erspart bleiben: Susan taucht in keinem weiteren Buch der Reihe direkt auf, sie findet lediglich in zwei weiteren Bänden Erwähnung, und kommt in einem weiteren (dazu später mehr) Band als Erwachsene noch einmal vor - eine Rolle, die bereits im vorhergehenden Narnia-Film von einer anderen Schauspielerin besetzt wurde.

Mal sehen wie Regisseur Andrew Adamson diese meistern wird. Jüngere Schauspieler braucht er sowieso: Chronologisch spielt der zweite Roman erst nach den später erschienenen Werken «Das Wunder von Narnia» und «Der Ritt nach Narnia».

Auch das stellt kein Problem dar: Das Wunder von Narnia spielt ca. 40 Jahre vor dem König von Narnia (also dem Film aus dem Jahr 2005), der Ritt nach Narnia ist der besagte Band, in dem Susan (und die anderen Pevensie-Kinder) erwachsen sind.

Und die bemängelte "christliche Symbolik" wurde schon dem Autor der Bücher, C.S. Lewis angekreidet, der sie als "weder beabsichtigt, noch vermeidbar" beschrieb - würde sie fehlen, wären die Filme also noch weiter vom Original entfernt. Man kann es einem Kritiker wohl nicht recht machen.

Wofür der Film kritisiert werden könnte (beim Thema "Zu große Unterschiede zur Buch-Vorlage"), sind die endlosen Schlachten, die im Buch wesentlich moderater beschrieben werden, und im Film etwas sehr exzessiv wirken - aber das war beim letzten Film ja auch schon der Fall.

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Jul 17: Auch die Nazis? Gerade die Nazis.

"Sie scheinen noch nicht verinnerlicht zu haben, dass das Recht, sich zu versammeln, keine Gnade des Staates ist", warf der SPD-Abgeordnete Franz Schindler den CSU-Politikern vor. Diese müssten anerkennen, dass die Menschen das Recht haben, auf die Straße zu gehen, sich eine Meinung zu bilden und sich zu äußer - ohne dass eine Staatsregierung oder ein Parlament ihnen das genehmigen muss. "Auch die Nazis?", kam ein Zwischenruf von der CSU-Fraktion. "Auch die Nazis", lautete die Antwort. (Quelle: taz.de)

Das ist ein Auszug aus der Diskussion im bayrischen Landtag, ob Versammlungs- und Demonstrationsrechte eingeschränkt werden dürfen. Die Antwort ist "Auch die Nazis" ist im Kern richtig, aber ich würde es anders formulieren: "Gerade die Nazis". Wie viele andere Gesetze, gerade aus dem Umfeld des Grundgesetzes und der Landesverfassungen, ist auch die Versammlungsfreiheit eine gewollte (Selbst-)Einschränkung des Staats - und so etwas ist bei Geschehnissen mit großer Akzeptanz einfach nicht nötig (Wenn die Pro-"Volkspartei"-Demonstration durch die Straßen zieht, werden die regierenden Volksparteien wohl kaum etwas dagegen haben), sondern gerade, wenn es um unangenehme Ereignisse geht.

(Apropos Volkspartei - ist das soetwas wie die diversen Volksprodukte bei der Bild?)

Das gilt analog auch für anderes, was so in der Verfassung steht - Religionsfreiheit beispielsweise, ist kein Schutz, den der Staat für die Mehrheit gegenüber Minderheiten einräumt (wie das manche Evangelikale leider sehen, und am liebsten den Islam verboten sähen), sondern ein Schutz der Religion vor dem Zugriff des Staats (und zwar jeder Religion, auch den "Unbeliebten", sofern es nicht in ihrer Natur liegt, andere Rechte zu verletzen, etwa Menschenwürde, körperliche Unversehrtheit, usw.).

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Jul 16: Amis und Briten kommentieren den Austausch zwischen Libanon und Israel

Ich dachte mir, ich lese einfach mal, was die Jerusalem Post so zu der Austauschaktion zu sagen hat, nachdem die deutsche Presse sich mit Bauchpinseleien für den "BND-Agenten" (mal namentlich, mal "geheim") begnügt, der das Ding vermittelt haben soll.

Interessant finde ich die "Talkback"-Ecken zu den dazugehörigen Artikeln (zB, aber nicht ausschließlich "Transfer of Kuntar, POWs complete"), in denen Leser Kommentare abgeben können. Jede Menge Briten und Amerikaner (zumindest nach Eigenauskunft), die das Geschehen kommentieren, Israel für feige halten, Israel-Boykotte ausrufen (nachdem sie ja jahrelang, als brave US-Evangelikale, für den Staat Israel gespendet haben, was hier und da in einem Halbsatz auch noch auftaucht) und sonstwie ihren Unmut darüber ausdrücken.

Ausgerechnet vor allem Amerikaner, bei denen Kriegszustand im eigenen Land ein eher seltenes Phänomen ist (gut, zwei Passagierflugzeuge, wenn man das unbedingt schon als Krieg zählen muss - und direkt davor wieder ein warmer Abriss, diesmal des Weißen Hauses durch - wie ironisch - die Briten?)

Manchmal bräuchte es wohl auch für Anglophone einen Dieter Nuhr.

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Jul 15: Grub Entwicklungsteam und Crypto, die 25.

> You are completely right. I don't try to mean that it is a sort of DRM by 
> itself. My concern is rather about making it too easy to implement DRM on the
> top of GRUB. For example, if the logic is present, it is very straightforward
> to get a key from somewhere else but an user input (e.g. by using a BIOS
> call), and hide it from the user. I can think of many nasty ways to hide the
> key, even if GRUB is free.

TC/DRM proponents tend to mix legitimate security features with their
handcuffware in order to confuse the public.
Quelle: (grub-devel mailing list)

So kann mans natürlich auch sehen. In diesem Falls war es eher so, dass die "TC/DRM opponents" (wie die zitierten) die Dinge vermischten. Diese Diskussion kam auf, weil jemand eine Cryptolibrary für GRUB2 zusammengestellt hat - kein DRM, nur "ich würde gern meine crypto-partition ordentlich booten können".

Naja, das ist wohl mal wieder ein Fall vom Kind und dem Badewasser..

Das ist auch nicht das erste Mal, dass solche Diskussionen geführt werden - daher auch der Titel. Das letzte Mal wollte man doch bitte den Source zu den "binary blobs" im SHA1 code - reine Datentabellen, zu denen es keinen Source gibt.

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Jul 14: Schrödingers Katze

Nach Schrödinger nimmt die Katze in der Kiste (mit dem zerfallenden Teilchen und der daran gekoppelten Tötungsanlage) ja einen unbestimmten Zustand ein, bis man nachsieht. Ganz falsch:

Schrödinger hat eigentlich nur Glück gehabt, dass das ein Gedankenexperiment war. Hätte er eine echte Katze in einen Kasten gesperrt, wäre die auch ohne atomaren Zerfall in einen relativ angeregten Zustand übergegangen, der auch einfach nur als verdammt wütend bezeichnet werden kann. (Quelle: golem.de-Forum)

Dem ist nichts hinzuzufügen, denke ich.

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Jun 25: Wie Mietverträge aussehen könnten (und sollten?)

Ein interessantes Muster für einen Mietvertrag, der nicht binnen 4 Wochen vom BGH kassiert wird, fand ich in den Kommentaren zu einem Artikel im Lawblog - samt einer Diskussion, wie sehr solch ein Vertrag etwas taugt oder nicht.
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Jun 25: Datenrettung bei zerstörten Dateisystemen

Ein Freund von mir hatte kürzlich die Partitionierung auf einer externen Festplatte ändern wollen, da diese ab Werk mit mehreren Partitionen ausgeliefert wird (warum auch immer). Leider kam das Programm auf die Idee, dass die NTFS-Partition "C:" nie und nimmer richtig sein könnte, und die dringend reparieren musste, obwohl es dort nichts zu tun hatte (warum auch immer). Naja, aus "reparieren" wurde dann "kaputt-reparieren", weil es mit Vista-NTFS nicht klar kam.

Zum Glück gibt es ein Backup, aber einige Daten waren halt doch erst kürzlich verändert worden, und da stellte sich die Frage, ob diese einzelnen Dateien nicht doch rekonstruiert werden könnten, um die Arbeit nicht noch einmal machen zu müssen.

Nach etwas suchen (Warum gibt es so viele Dateisystemreparaturprogramme, die $50 kosten? Die meisten Benutzer wollen mal eine Datei oder zwei reparieren, aber allein die Bezahlung der Programme via Paypal o.ä. ist meist aufwendiger, als die Dateien neu anzulegen) fand sich dann auch ein kostenloses Werkzeug, dass wirklich gute Arbeit geleistet hat: "PC Inspector File Recovery".

Vielen Dank an dessen Hersteller!

(Und kein Dankeschön an Symantec, die momentan das Programm vertreiben, das kein Vista-NTFS mag)

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Jun 25: Thunderbird und Enigmail

Mal wieder ein Mail mit Anhang, die OpenPGP-verschlüsselt war. Mal wieder die Fehlermeldung, dass diese Mail zu groß für IMAP und Enigmail sei ("IMAP-Nachricht ist zu gross für die Entschlüsselung bzw. Überprüfung"). Die Lösung ist dabei recht einfach: Im Menü "OpenPGP - Einstellungen", "Erweitert", "Anhänge nur herunterladen, wenn diese geöffnet werden sollen (nur bei IMAP)" - dort muss der Haken weg.
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May 27: Politiker sind doch überall gleich

Mal wieder Netzeitung: "Die Linkspartei, derzeit ein Mix aus Realisten, Nostalgikern und Polemikern, müsse sich entscheiden zwischen Demagogie und Konstruktivität, referierte [Gesine Schwan]". Prompt gab es Widerspruch von Seiten der Linken - aber warum?

Diese Beschreibung passt doch auf so ziemlich jede Partei - die SPD hat auch ihre "Realisten", "Nostalgiker" und "Polemiker" an Bord, die CDU ebenso. Und eine Entscheidung zwischen Demagogie und Konstruktivität wird auch in der SPD und der CDU nur ungern getroffen (beispielsweise in der Frage, wie man eben mit der Linken umgeht).

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