Ich dachte mir, ich lese einfach mal, was die Jerusalem Post so zu der Austauschaktion zu sagen hat, nachdem die deutsche Presse sich mit Bauchpinseleien für den "BND-Agenten" (mal namentlich, mal "geheim") begnügt, der das Ding vermittelt haben soll.
Interessant finde ich die "Talkback"-Ecken zu den dazugehörigen Artikeln (zB, aber nicht ausschließlich "Transfer of Kuntar, POWs complete"), in denen Leser Kommentare abgeben können. Jede Menge Briten und Amerikaner (zumindest nach Eigenauskunft), die das Geschehen kommentieren, Israel für feige halten, Israel-Boykotte ausrufen (nachdem sie ja jahrelang, als brave US-Evangelikale, für den Staat Israel gespendet haben, was hier und da in einem Halbsatz auch noch auftaucht) und sonstwie ihren Unmut darüber ausdrücken.
Ausgerechnet vor allem Amerikaner, bei denen Kriegszustand im eigenen Land ein eher seltenes Phänomen ist (gut, zwei Passagierflugzeuge, wenn man das unbedingt schon als Krieg zählen muss - und direkt davor wieder ein warmer Abriss, diesmal des Weißen Hauses durch - wie ironisch - die Briten?)
Manchmal bräuchte es wohl auch für Anglophone einen Dieter Nuhr.