Das Onlineangebot der Tagesschau beschäftigt sich momentan mit der Frage, was vom Aufschwung übrig bleibt.
Das Interessanteste für mich waren die "offiziellen" 3% Inflationsrate, die es momentan geben soll - es wurden also mittlerweile auch die Autos etwas teurer. Kurz nach der Euro-Umstellung hatten wir ja einen "stabilen" Geldwert, der - trotz nahezu 1:1-Umrechnung bei Lebensmitteln - dadurch zustande kam, dass sehr teure Konsumgüter (Autos, Küchen, ...) tatsächlich 1:1.95 umgerechnet wurden und die Lebensmittel bei der gewählten Gewichtung am Schnitt nicht viel ausgemacht haben.
Eine bessere Metrik wäre wohl, die Güter entsprechend ihrem Konsum in einem "Durchschnittshaushalt" zu gewichten, aber das würde ja die schönen Statistiken kaputt machen.
Wie dem auch sei: "Das Volk" will mehr Mindestlöhne, sowie Rente früher als mit 67. Beides nachvollziehbar, will ich eigentlich auch - zumindest bei der Rente wirds aber mit der Finanzierung eher knapp. Schwierig, schwierig...
Vielleicht wäre ein allgemeiner Mindestlohn (neben eventuellen Zusatzvereinbarungen für einzelne Berufsgruppen) wirklich keine schlechte Idee - wenn dieser an die Teuerungsrate gekoppelt wäre (jährlich!), wäre damit wenigstens schon einmal eine Untergrenze gegeben.
Aber noch kann es uns in Deutschland nicht wirklich schlecht gehen - bislang gab es jedenfalls noch keine Aufstände.